Badener Damen-Gold geht in die Schweiz verfasst am 11.06.2016

Nach einem hochgradigen Damen-Finale nehmen die top-gesetzten Nina Betschart und Tanja Hüberli die Goldmedaillen des „CEV Satellite Baden 2016 presented by SPORT.LAND.NÖ“ mit in die Schweiz. Silber geht an Rimke Braakman und Jolien Sinnema aus den Niederlanden. Bronze können sich deren blutjungen Landesleute Nika Daalderop (17) und Joy Stubbe (18) sichern, Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig schrammen an einer Medaille vorbei und werden Vierte. Die top-gesetzten Xandi Huber und Robin Seidl ziehen bei den Herren mit einem klaren Sieg ins Semifinale ein, wo sie auf die starken und auf zwei gesetzten Polen Maciej Kosiak und Maciej Rudol treffen werden. Das zweite Semifinale werden deren Landsleute Bryl/Kujawiak [6] und die Norweger Usken/Hordvi [5] austragen.

Foto: Philipp Hartberger

Die Revanche für die EM-Niederlage ist Schützenhöfer/Plesiutschnig jedenfalls im heutigen Semifinale nicht geglückt. Sie müssen sich – wie schon in Biel – den top-gesetzten Schweizerinnen Nina Betschart und Tanja Hüberli glatt in zwei Sätzen mit 18-21, 18-21 geschlagen geben. Davor hatten die Steirerinnen Bianca Zass und Valerie Teufl noch klar in zwei Sätzen (21-18, 21-13) besiegt.

Im zweiten Semifinale kam es zu einem rein niederländischen Duell. Mit 21-16 und 21-15 war das Spiel allerdings eine klare Angelegenheit für Braakman/Sinnema, Daalderop/Stubbe daher die Gegnerinnen der Österreicherinnen im „kleinen Finale“. Dort mussten sich die Österreicherinnen den Niederländerinnen mit 19-21, 20-22 knapp geschlagen geben. Die Enttäuschung über die verpasste und angepeilte Medaille war dementsprechend groß. Nicht ohne Grund, gaben sie doch in beiden Sätzen einen Fünf-Punkte-Vorsprung wieder aus der Hand. „Nach der Verletzung hatte ich eine kurze, schmerzhafte Nacht auf Samstag. Es ist mir nicht perfekt gegangen, aber das soll keine Ausrede sein, dass wir es knapp nicht aufs Podest geschafft haben“, so Plesiutschnig.

Bei den Herren schieden heute Martin Ermacora und Moritz Pristauz-Telsnigg aus dem Bewerb. In einem äußerst abwechslungsreichen, spannenden und auf sehr hohem Niveau ausgetragenen Match müssen sich die Youngsters den Israelis Faiga/Hilman [8] im dritten Satz (19-21, 22-20, 12-15) geschlagen geben. Trotzdem überwog die Freude über Rang 7 beim ersten Antreten in Baden. „Mit unserem Abschneiden sind wir absolut zufrieden. Es war  toll hier zu spielen. Die Kulisse und die Stimmung am Center Court sind gewaltig“, zollten die sympathischen Burschen dem Badener Fans Respekt.

Weiterhin ohne Satzverlust bestreiten die Favoriten Xandi Huber und Robin Seidl das Turnier. Sie schlugen in ihrem heutigen einzigen Auftritt am Badener Centercourt in Runde 3 die Schweizer Qualifikanten Kissling, J./Krattiger SUI [13] glatt mit 2-0 (21-16, 21-18). Die Kärntner treffen morgen im ersten Semifinale (12 Uhr) auf Kosiak/Rudol POL [2], die heute im Loser-Bracket die Israelis in zwei Sätzen niederrangen. Das zweite Semifinale (13 Uhr) bestreiten die Polen Bryl/Kujawiak POL [6] und Usken/Hordvik NOR [5]. Letztere konnten sich heute gegen die Schweizer Qualifikanten Kissling, J./Krattiger [13] durchsetzen. Die Polen feierten zuvor einen Sieg gegen ihre Landsleute Kosiak/Rudol. Das kleine Finale beginnt um 15:30 Uhr, das Spiel um Gold um 16:30 Uhr.