Polen Kosiak/Rudol holen sich Gold verfasst am 12.06.2016

Gold bei den Herren geht an Maciej Kosiak und Maciej Rudol. Die auf Rang 2 gesetzten Polen siegten im großen Badener Finale gegen die Norweger Bjarte Usken und Oivind Hordvik [5] klar in zwei Sätzen (21-15, 21-15). Die Favoriten und Publikumslieblinge Xandi Huber und Robin Seidl verloren den Semifinalkrimi gegen die späteren Turniersieger im offenen Schlagabtausch im dritten Satz mit 25-27. Im kleinen Finale mussten sich die Kärntner gegen Michal Bryl und Kacper Kujawiak [6] erneut Polen beugen, die somit Bronze holten. Damit gab es heuer in Baden keine Medaille für Österreich.

Foto: Rainer Mirau

„Wir haben das Match im ersten Satz liegen lassen, haben einen Fehlstart hingelegt, waren fünf Punkte hinten. Das darf nicht passieren“, so Huber unmittelbar nach dem Semifinal-Match, klarerweise sehr enttäuscht. Dabei habe er sich heute am Center Court „sehr wohl gefühlt“ und sei „extrem motiviert“ gewesen. Der Frust ist jedenfalls verständlich, hatten die beiden Kärntner doch sechs Matchbälle ungenutzt gelassen. Bei ihrem siebenten Versuch nutzten die Polen ihre Chance und zerstörten damit die Gold-Träume der Nummer eins aus Österreich. Im zweiten Match um den Finaleinzug war es zum Duell Norwegen gegen Polen gekommen. Die regierenden U22-Europameister Bryl/Kujawiak mussten sich den Norwegern 21-23 und 19-21 geschlagen geben. 

Das Spiel um Bronze musste gewitterbedingt verspätet beginnen. „Ich will meine sechste Medaille in Baden“, zeigte sich Xandi bereits kurz nach der Semifinalniederlage motiviert für dieses Match. Doch es kam anders. Huber/Seidl kamen nicht in die Gänge und verloren den ersten Satz klar mit 11-21. Und Satz 2 entwickelte sich, wie schon das Semifinal-Match, zum Krimi. Mittlerweile war auch die Sonne auf den Badener Center Court zurück gekehrt. Auch diesmal war das Glück auf polnischer Seite und die U22-Europameister holten sich nach 34 Minuten mit 24-26 Bronze in Baden. „Wir waren einfach zu ungenau und die Polen haben gut verteidigt“, so Seidl nach dem Match. „Es ist bitter zweimal so knapp zu verlieren“, so Huber, „und vor allem bei so einem coolen Turnier wie hier in Baden. Allerdings vielleicht ein ‚Euzerl’ lieber, als in zwei Wochen beim Continental Cup in Stavanger (Anm.: bei diesem Turnier in Starvanger werden die letzten Olympia-Startplätze vergeben)“.

Im großen Finale lief es für die favorisierten Polen wie geschmiert und es wurde zu einer klaren Angelegenheit. Nach 38 Minuten konnte das polnische Team nach der Bronze-Medaille auch über Gold in Baden jubeln.

Semifinale1: Huber/Seidl AUT [1] vs. Kosiak/Rudol POL [2] 1-2 (19-21, 21-18, 25-27)
Semifinale2: Bryl/Kujawiak POL [6] vs. Usken/Hordvik NOR [5] 0-2 (21-23, 19-21)
Spiel um Bronze: Huber/Seidl AUT [1] vs. Bryl/Kujawiak POL [6] 0-2 (11-21, 24-26)
Finale: Kosiak/Rudol POL [2] vs. Usken/Hordvik NOR [5] 2-0 (21-15, 21-15)